Pan Celtic 2023: HYCYS Athletin Anni trotzt Dauerregen

2.293 km. 22.223 Höhenmeter. 8 Tage Regen. Das Ultra-Radrennen Pan Celtic hat HYCYS Athletin Anni Brunke auf der Strecke quer durch die Bretagne, über England bis ins walisische Llandudno einiges abverlangt. Wir sprachen mit ihr nur 2 Tage nach ihrem Finish, um mehr über das außergewöhnliche Ultra-Cycling-Erlebniss zu erfahren.

Annika Brunke hat ihren Weg in den Ausdauersport über das Mountainbike gefunden, ehe sie 2017 mit Triathlon und dem Training bei HYCYS (Triathlon Coaching) begann. Die Faszination Ultra-Cycling begann durch das Rennen Nordcup 4000. Als Anfang 2023 die Route für das Pan Celtic veröffentlicht wurde, war Anni direkt klar, dass dies ein erstes Vorbereitungsrennen für das Nordcup-Abendteuer sein sollte.

Doch der Weg zur Startlinie war steinig. Der März war von Erkältungen geprägt, sodass nur wenige und, auf Anweisungen ihres HYCYS Coaches Jean, leichte Einheiten möglich waren. Das Trainingslager zum Ende des Monats wurde daher umgeplant. Die Erholung in der Sonne, gepaart mit moderatem Radeinheiten, stand im Vordergrund. Die Geduld von Anni zahlte sich aus! Schnell wurden im April und Mai die Umfänge und Intensitäten vom Coach gesteigert. Vor allen an den Wochenenden standen lange Einheiten im Plan. Bimbach 400 wurde als erster Test genutzt. Sogar Einheiten, bei denen Anni draußen übernachtete, standen im Trainingsplan.

Ein echter Härtetest

Schließlich war es soweit: Anni stand gemeinsam mit ihrem Partner am 2. Juli an der Startlinie des Pan Celtics im französischen St. Malo. Zehn Tage Radrennen lagen nun vor ihr. Die beiden ersten Tage lies Anni es noch lockerer angehen. Viele Schotterstraßen, fast schon Single Trails, zeichneten die Strecke. Augenzwinkernd verriet Anni, wie glücklich sie war, hier auf ihre Mountainbike Skills zurückgreifen zu können. Ab Tag drei wurden die Straßenverhältnisse zwar besser, doch setzte auch der Dauerregen ein, der sie die restlichen Renntage begleiten sollte. Die Renntage wurden länger: Anni fuhr nun täglich ab 4:30 Uhr morgens bis 22 Uhr in die Nacht. Am fünften Tag des Rennens wurde es auch zu einem, berichtete Anni. Schließlich musste eine Fähre erreicht werden, die an Tag 7 ablegen sollte. Besonders die bergige Atlantikküste verlangte ihr einiges ab. Das strukturierte Radtraining zahlte sich aus und Anni erreichte ihre Fähre. Es folgten weitere drei Tage im Dauerregen auf dem Rennrad. Steile Anstiege und Bergab-Passagen bei sehr – sagen wir mal – wilden Asphaltverhältnissen prägten die Strecke durch England und Wales.

Am 10. Tag erreichte Anni schließlich das Ziel! Als einzigartig beschrieb sie den Empfang im Zielkanal. Ob es eine Wiederholung geben wird? Eher nicht, beantwortete Anni unsere Frage ehrlich. Das liegt nicht an der Anstrengung und Länge, die mit solchen Ultra-Rennen einher gehen. Vielmehr möchte Anni die Zeit auf dem Rennrad genießen und sich die Möglichkeit bewahren, auch abzusteigen und ohne Zeitdruck Sehenswürdigkeiten entlang der Strecken anzuschauen. Daher wird der Fokus im nächsten Jahr wieder auf dem Triathlon liegen. Bei der Challenge Walchsee gibt es noch eine Rechnung zu begleichen. Und Coach Jean hat auch schon den passenden Plan für Anni und ihre Ziele!

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