HYLITES: (bei) Simon
Bäcker läuft. Und wie.

Simon ist noch nicht lange bei HYCYS. Schon jetzt ist aber klar, dass er eine absolute Bereicherung darstellt. Nicht nur, weil es dank ihm im Hamburger Büro nach Franzbrötchen duftet und er trainingswissenschaftlich top ausgebildet ist. Simon ist ein richtig starker Läufer. Speziell auf den Distanzen 5.000m und 10.000m. Zehn Kilometer spult er in unglaublichen 30:34 Minuten ab.

Wie er zu solchen Top-Leistungen gekommen ist und was Athleten von ihm lernen können erfahrt ihr hier!

Wie lief dein Start bei HYCYS?

Ich habe mich im Hamburger Institut von Minute Eins an sehr wohl gefühlt. Björn, Jean, Yannick und Markus haben mich direkt integriert und haben sich wirklich viel Zeit genommen, mir alle Abläufe zu zeigen. Eine positive Rolle hat sicherlich auch unser Teamtreffen im Sauerland gespielt, was schon wenige Tage nach meinem Start bei HYCYS stattfand. Dort durfte ich dann auch die Kollegen aus den anderen Standorten kennenlernen. Mir gefällt es sehr, von so kompetenten und freundlichen Menschen umgeben zu sein. Der Austausch mit den anderen Coaches, Leistungsdiagnostikern und BikeFittern ist immer wieder sehr bereichernd.

Du machst viele Sportarten gerne, aber im Laufen bist du eine richtige Granate. Was ist es, dass dich am Laufen so packt?

Sich mit eigener Muskelkraft in der Welt zu bewegen, fand ich schon immer spannend. Beim Laufen bekommst du exakt das an Leistung raus, was du vorher an Arbeit reinsteckst. Es ist eine der wenigen Sportarten, wo man nicht nur durch besseres Equipment massiv Zeit gut machen kann. Das Laufen ist brutal ehrlich: Entweder du kommst als Erster über die Ziellinie oder eben nicht. Entweder du bist die Zeit gelaufen oder eben nicht. Da gibt es keine Mannschaft oder einen Schiedsrichter, die Fehler machen könnten. Laufen gibt mir die Chance, mich sportlich und persönlich zu entwickeln und meine eigenen Grenzen zu verschieben.

Warst du schon immer ein talentierter Läufer?

Ich würde mich auch heute nicht als talentierten Läufer bezeichnen. Es gibt so viele Männer und Frauen da draußen, die mit dem gleichen oder weniger Aufwand viel schneller sind. Was mir sicherlich geholfen hat, ist das Wissen, dass ohne Talent nur noch Fleiß und intelligentes Training eine Rolle spielen. Fleißig bin ich schon immer gewesen und das intelligente Training kam nach anfänglichen Fehlern mit wachsender Erfahrung, dem Wechsel zu meinem aktuellen Trainer und meinem Studium der Sportwissenschaft dann auch dazu.

Das nächstes Ziel ist die magische 30-Minuten Marke (auf 10km) zu unterbieten. Wie trainierst du dafür?

Das habe ich mir vor Jahren mal in den Kopf gesetzt, als ich einen großen Sprung von 37 auf knapp 34 Minuten gemacht habe. Seitdem liegt der Fokus darauf, kleine Schritte in die richtige Richtung zu gehen. Ich habe mich (mit Ausnahme einer verletzungsbedingt verkürzten Saison) jedes Jahr auf allen Strecken (1.500 m, 3.000 m, 5.000 m, 10 km) weiterentwickelt. Für einen schnellen Zehner sind diese Unterdistanzleistungen, also die Geschwindigkeit, und eine möglichst hohe individuelle anaerobe Schwelle von entscheidender Bedeutung. Ich bin sicherlich nicht mit viel Speed gesegnet, aber die Schwelle kann man zum Glück ja gut trainieren.

Hast du spezielle Strategien, die dir helfen, dieses enorme Tempo durchzuhalten?

Im Training gibt es keine geheimen Tricks, Spezial-Workouts oder Ähnliches. Für mich ist Belastungsmanagement sehr wichtig, weil ich ab 100 km/Woche orthopädisch an meine Grenzen komme. Da geht es dann eher darum, die machbaren Kilometer strukturiert und sinnvoll zu füllen. Auf einen Wettkampf bereite ich mich spätestens zehn Tagen vorher mental auf verschiedene Szenarien vor, die im Rennen eintreten können. Das hilft mir, ad hoc die richtige Strategie zu wählen. So ist zum Beispiel aufgeben und aussteigen niemals Teil der möglichen Szenarien und geht mir im Rennen auch nicht als Option durch den Kopf. Sonst hilft mir auch sehr, mir vorzunehmen, dass ich mich maximal ausbelasten will. Ich frage mich im Rennen immer: „Ist das alles, was du dir antun kannst, oder geht da noch mehr?“. Und es geht immer noch ein bisschen mehr.

Was kannst du aus deiner eigenen Erfahrung als Top-Athlet an die HYCYS Athleten weitergeben?

Das für mich wichtigste Takeaway aus meiner Zeit als Läufer: Konstanz ist alles. Wenn du nicht konstant für Monate und Jahre sinnvoll trainierst, kommst du nicht voran. Mach lieber regelmäßig solide Einheiten und bau systematisch Stück für Stück auf, als ab und zu krasse Workouts abzuspulen, die dich dauerhaft müde und übertrainiert zurücklassen. Außerdem gibt es viele Triathlet:innen, die das Laufen im Triathlon noch nicht richtig „geknackt“ haben. Das ist sicherlich ein Aspekt, den ich mit vielen meiner Athlet:innen in Angriff nehmen möchte.

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