Die Frage klingt banal.
Die Antwort ist es nicht.
Langsam, aber sicher starten die Sportler in die Saison 2027. Viele haben sich größere Ziele gesetzt als im Vorjahr – eine neue Distanz oder eine deutliche Bestzeit – und gehen das Wintertraining entsprechend ambitioniert an.
Fragt man sie, was sie in den nächsten Wochen trainieren, wird die Antwort erstaunlich unscharf: lange Einheiten, ein paar Intervalle, viel Grundlage. Das Ziel für den Sommer steht. Die ersten Schritte dorthin sind offen.
Trainingsinhalt ist kein Trainingsziel
Was hinter deiner Leistungsfähigkeit steckt
VO2max und VLamax: die zwei Stellschrauben
Gleiche Schwelle, unterschiedliches Training
Wie ein physiologisches Ziel im Wintertraining aussieht
Beispiel 1: VO2max-Intervalle mit 40/20
Warum die Einheit wirkt – und wann du sie dosieren solltest
Beispiel 2: VLamax senken mit G2 bei reduzierten Kohlenhydratspeichern
Nüchtern heißt nicht leere Speicher
Erst das Profil, dann der Fahrplan
Zwei Wege zu deinem Profil
Lohnt sich das auch ohne Profiambitionen?
Zurück zur Frage
Du weißt, wie viel du trainierst. Weißt du auch, woran?
Mit AI DIAGNOSTICS bestimmst du in rund 90 Minuten zu Hause deine VO2max, deine VLamax und deine Trainingsbereiche – mit deinem eigenen Powermeter, ohne Labortermin. So bekommt dein Wintertraining einen Fahrplan, den du nach jedem Block überprüfen kannst.
Zu AI DIAGNOSTICSDie ganze Folge zum Nachhören
Diesen Beitrag gibt es auch als Folge des JUNKMILES Podcasts – mit mehr Raum für die Bilder, die ein Text nur andeuten kann: den Bankberater, der dir rät, einfach mehr zu verdienen, und das Kuchendiagramm, auf dem sich dein Potenzial auf VO2max und VLamax verteilt.
Dazu kommen Beispiele aus der Praxis – vom Profitriathleten auf dem Weg zu mehr Schwellenleistung bis zum ehemaligen Kraftsportler, bei dem die Trainingshistorie den Fahrplan vorgegeben hat.
Was danach meistens offenbleibt, ist die Frage: Wo liegt mein Potenzial? Genau dafür sind AI DIAGNOSTICS und die Leistungsdiagnostik in unseren Laboren da. Sie zeigen dir den Rechenweg hinter deiner Schwelle – und damit, woran du in den nächsten Wochen arbeitest.
Häufige Fragen
zum Wintertraining
Was sollte ich im Wintertraining trainieren?
Das hängt davon ab, welche Stellschraube deine Schwellenleistung gerade begrenzt und was dein Wettkampf verlangt. Für manche Sportler steht die VO2max im Fokus, für andere eine niedrigere VLamax. Ein physiologisches Profil zeigt dir, wo dein größtes Potenzial liegt.
Wie kann ich meine VLamax senken?
Vor allem über Grundlagentraining im G2-Bereich, gezielt kombiniert mit Phasen reduzierter Kohlenhydratverfügbarkeit, und indem du hochintensive Einheiten dosierst. Weil die Anpassung eher mehrere Monate dauert, ist der Winter dafür ein guter Zeitpunkt.
Welche Intervalle verbessern die VO2max?
Sehr wirksam sind kurze Intervalle wie 40/20 oder 30/30, bei denen sich Belastung und Pause innerhalb einer Minute abwechseln. Durch die Trägheit der Sauerstoffaufnahme bleibt dein Körper dabei über mehrere Minuten auf hohem Sauerstoffniveau.
Ist Nüchterntraining dasselbe wie Training mit leeren Speichern?
Nein. Über Nacht leert sich vor allem die Leber, die Glykogenspeicher in der Muskulatur bleiben weitgehend gefüllt. Für einen Reiz in der arbeitenden Muskulatur braucht es eine intensive Vorbelastung am Vortag und einen kohlenhydratreduzierten Abend.
Reicht ein FTP-Test, um mein Wintertraining zu planen?
Als Standortbestimmung ist ein FTP-Test sinnvoll – er ist schnell und kostenlos. Er bestimmt aber nur deine Leistungsfähigkeit, also den Kontostand.
Wie sie zustande kommt, zeigt er nicht: Ob deine VO2max oder deine VLamax den größeren Hebel hat, bleibt offen. Wiederholst du den Test regelmäßig, siehst du rückblickend, ob ein Trainingsblock gewirkt hat – eine Richtung für den nächsten Block gibt er dir nicht. Dafür braucht es ein Verfahren, das die Physiologie hinter deiner Schwelle offenlegt.