HYLITES: Markus
ist Coach und Athlet.
Gleichzeitig.

Markus Hein brennt für den Triathlon. Nach einem Biologie-Studium und dem Master of Exercise Science und Coaching schrieb er seine Masterarbeit zum Thema „Die Intensivierung eines Ausdauertrainings mit EMS“. Mit dem C-Trainerschein Leistungssport Triathlon setzte er der noch einen drauf. Seit 2018 ist Markus als HYCYS Coach tätig. Und er ist selbst auch Athlet: So gelang ihm unter anderem beim Ironman Lanzarote 2019 die Qualifikation für die Ironman-Weltmeisterschaft auf Hawaii, wo erfolgreich finishte. Er kennt also beide Seiten.

“Wie beeinflusst dein Background als Athlet deine heutige Arbeit als Coach?“ haben wir ihn gefragt.

Wie war dein Weg vom Athleten zum Coachen? 

In meinem Biologie Studium habe ich bereits gemerkt, dass ich die physiologischen Prozesse, die im Körper ablaufen, extrem spannend finde. Nur im Labor zu stehen war aber nicht meine Welt, da mir dort der persönliche Kontakt zu Menschen fehlte. Daher schloss ich nach meinem Diplom noch den Masterstudiengang Exercise Science & Coaching an der Deutschen Sporthochschule an. Den Übertrag des theoretischen Wissens in die Sportpraxis hat mich hier besonders gereizt und da war dann die Arbeit als Coach die logische Folge.

Kann man ein guter Coach sein, ohne selbst Triathlet (gewesen) zu sein?

Ja, auf jeden Fall. Auch wenn einem die eigene Erfahrung in der Sportart sicherlich in einigen Situationen Vorteile verschafft, sind aus meiner Sicht das grundsätzliche sportwissenschaftliche Wissen, dessen praktische Anwendung sowie die Fähigkeit einer guten Kommunikation mit den Athletinnen und Athleten die entscheidenden Faktoren für einen guten Coach. Ich selbst coache nicht nur Triathletinnen und Triathleten, sondern auch Sportler/innen aus anderen Sportarten (z. B. Obstacle Course Racing), in denen ich selbst keine eigene sportliche Erfahrung habe.

Bist du durch deine Tätigkeit als Coach selbst ein besserer Athlet geworden?

Durch die Arbeit mit vielen unterschiedlichen Sportlerinnen und Sportlern und deren individuelle Herausforderungen beschäftigt man sich mit allen Facetten des Sports. Ich kann daraus nicht nur das ein oder andere für andere Sportler:innen ableiten, sondern auch für mein eigenes Training mitnehmen.

Gibt es Fehler, die du als junger Athlet gemacht hast, die du mit deinem heutigen Wissen als Coach auf keinen Fall machen würdest?

Ich habe den Einfluss der Ernährung, insbesondere im Wettkampf, zu Beginn unterschätzt. Ich lege nicht nur bei mir selbst nun sehr viel Wert darauf. Auch mit meinen Athlet:innen betrachten wir dieses Thema insbesondere in der konkreten Wettkampfvor- und -nachbereitung ganz genau und bauen es ins Training ein.

Ein zweiter Fehler von mir war, der Regeneration nicht genug Beachtung zu schenken. Im Zweifel sollte man lieber mal eine Einheit ausfallen lassen als das Risiko einer Überlastung/Verletzung einzugehen. Das fällt mir – als selbstgecoachter Athlet – immer noch schwer. Das ist sicherlich einer der Gründe warum ein Coach, der von „außen“ einen Blick auf das Training hat, immer sinnvoll ist. Auch wenn das grundsätzliche Wissen vorhanden ist.

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